Geschrieben von: Mitteldeutsche Zeitung Mittwoch, 10. Mai 2006
Von unserem Redakteur
RALF BÖHME
Schwerz/MZ. Funkamateure aus dem halleschen Umland haben einen neuen Treffpunkt. Die erste Klub-Station des Saalkreises nahm zu Wochenbeginn ihren Sendebetrieb auf. Der Verein zählt bislang 17 Mitglieder.
Standort der Sende- und Antennenanlage ist Schwerz. Die Räumlichkeilen stellt die Gemeinde zur Verfügung. Für die Renovierung und Ausstattung sind die Funkamateure selbst zuständig. Es riecht noch nach frischer Farbe. Zusätzliche Kabel und Steckdosen, Gerätetechnik mit vielen Raffinessen und sogar eine Schul-Wandtafel hinterlassen einen professionellen Eindruck. Peter Schoder als ehrenamtlicher Stationsleiter „Da stecken viele Stunden an Eigenleistungen drin.” Mehrere Computer, gefüttert mit speziellen Funker-Programmen, sorgen für den letzten technischen Pfiff.
Die Funker aus Schwerz, von Haus aus Techniker, Kraftfahrer, Rentner oder Schlosser, sind ausnahmslos Leute vom Fach. Mancher betreibt das Hobby seit Kindheitstagen, andere wiederum sind über den Beruf zum Sprech- oder Tastfunk gekommen. Alle aber, so der Stationsleiter, geben ihr Wissen und ihre Erfahrungen gern Interessenten weiter.
Das Angebot richtet sich nicht zuletzt an Jugendliche, die etwas für moderne Technik. Mathematik und Physik übrig haben. Bis zur Erteilung einer eigenen Lizenz durch die Behörden sind einige Hürden zu nehmen. Berufsschullehrer Ewald Kulik aus Halle leitet die Ausbildung. Geöffnet ist die Station im Schwerzer Kindergarten jeden Sonntagvormittag.
Bildunterschrift:
In Aktion: Peter Schoder vorn am Mikrophon, Dieter Urban am Regler und Bernd Schnitte als Horchposten mit Kopfhörer. Die neue Klub-Station der Funkamateure in der Saalkreis-Gemeinde Schwerz ist auf Sendung. Interessenten sind jeden Sonntagvormittag willkommen.
MZ-Foto: Lutz Winkler