Geschrieben von: Mitteldeutsche Zeitung Donnerstag, 10. Februar 2005
Schwerz/MZ/dd. „Brand im Edelsplittwerk Schwerz nach Explosion". Diese Meldung war der Auftakt zu einer Großübung der Feuerwehren aus Gutenberg, Niemberg, Braschwitz, Schwerz, Oppin, Brachstedt, Landsberg und Spickendorf. Insgesamt beteiligten sich daran mehr als 60 Einsatzkräfte unter Leitung von Karl-Friedrich Lorenz aus Braschwitz.
Übungsziel war es, neben der Menschenrettung den Einsatz der Atemschutzgeräte unter realistischen Bedingungen und die Versorgung mit Löschwasser über längere Wegstrecken zu trainieren. Auf die Koordination und Zusammenarbeit der Kräfte und Mittel kam es insbesondere an.
Angenommen wurde, dass in der Schwerzer Firma eine Lagerhalle nach einer Verpuffung in Brand stand und die benachbarte verrauchte Brech- und Sortieranlage evakuiert werden musste. Die damit beauftragten Feuerwehrleute „retteten" zwei Dummys, die jeweils 75 Kilogramm wogen. Um ausreichend Löschwasser zur Verfügung zu haben, galt es, eine Wasserversorgung vom 700 Meter entfernten Steinbruch-See aufzubauen. Eine besondere Schwierigkeit lag dabei im Überwinden des Höhenunterschieds von 80 Metern. „Die Übung verlief so erfolgreich wie geplant", teilte Bernd Bräuer von der Feuerwehr Niemberg im Anschluss mit. Er lobte die Einsatzbereitschaft der beteiligten Wehren.
Um ausreichend Löschwasser zur Verfügung zu haben, wurde vom Steinbruch-See eine Wasserversorgung zum Splittwerk aufgebaut. Fotos: privat
Für die Übung wurden der Brand in einer Lagerhalle sowie starker Rauch in der benachbarten Brech-und Sortieranlage simuliert.