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Schwerz im Saalekreis

Chronik

Chronik der Gemeinde Schwerz / Dammendorf

In den Jahren zwischen 1991 und 1995 hat sich der damalige Bürgermeister von Schwerz, Herr Dietmar Zutz bemüht, viele Quellen zur Geschichte unserer Gemeinde zu erschließen. Eine zeitlang stand ihm dabei Frau Doris Bornschein im Rahmen einer ABM Stelle des Arbeitsamtes zur Seite. Gemeinsam beschafften sie Unterlagen aus mehreren Archiven des Landes Sachsen Anhalt und Bücher in denen unsere Orte Erwähnung fanden. Im Ergebnis dieser Arbeit wurde eine Chronik des Ortes und mehrere Beiträge zu den Wüstungen im Ortsgebiet und zu den Sagen und Legenden um Schwerz und Dammendorf geschrieben. Diese Beiträge wurden zwischen 1995 und 1996 als Artikel im Landsberger Echo veröffentlicht.

Ebenso hat sich Herr Prinz, langjähriger Bewohner und Lehrer im Ort, der Mühe unterzogen, eine Chronik des Ortes zu schreiben. Ein Auszug davon wurde 1994 bei der Erneuerung der Schwerzer Kirche in der Kapsel der Turmkugel hinterlegt.

Im Jahre 2005 hat Schwerz sein 800-jähriges Jubiläum der schriftlichen Ersterwähnung in der Petersberger Chronik begangen. Aus diesem Anlass ist eine Ausstellung zur Geschichte von Schwerz und Dammendorf entstanden. Dabei haben sich vor allem das Lehrerehepaar Herr Arthur und Frau Margit Messerschmidt aus Spickendorf verdient gemacht und viele neue Informationen zur "jüngeren Geschichte" unserer Gemeinde zusammengetragen und in ihrem Festvortrag zur 800 Jahr Feier aufbereitet. Aus dieser Quelle und einer zusammengefassten Chronik über Schwerz durfte ich viele Informationen entnehmen. Vor allem die kursiv gesetzten Episoden stammen aus diesen Quellen. Auch Ideen zur Gestaltung der Chronik stammen von dort.

Viele der durch Herrn Zutz und Frau Bornschein sowie durch das Ehepaar Messerschmidt gesammelten Dokumente hatten in der bisherigen Chronik noch keinen Eingang gefunden. Deshalb habe ich mich entschlossen die vorhandenen Chroniken zusammen zu führen und um die fehlenden Dokumente und Informationen zu erweitern. Ein Teil der Texte dieser Chronik stützt sich dabei direkt auf die vorangegangen Chroniken.
Bereichert wird diese Ausgabe der Chronik durch zahlreiche Bilddokumente und Fotos.
Die Passagen nach dem Jahr 2000 stammen alle von mir. Ich selbst bin seit dem Jahr 1999 in Schwerz ansässig.

Einige kleine Fehler der bisherigen Chroniken habe ich korrigiert. Falls jemand in dieser Chronik auf Fehler aufmerksam wird, würde ich mich freuen, wenn ich auf diese Fehler hingewiesen werden würde. Zu manchen Inhalten habe ich Erläuterungen oder kleine Kommentare als Anmerkungen hinzugefügt.

Die Chronik unserer Gemeinde soll in gewissen Abständen immer wieder weiter geschrieben und ergänzt werden. Über jede Zuarbeit bzw. den Zugang von weiteren Quellen und Informationen würde ich mich sehr freuen, da mir im vor allem in den älteren Abschnitten meist nur Sekundärquellen zur Verfügung standen.

Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei allen, die die in dieser Chronik aufgearbeiteten Dokumente gesammelt und mir zur Verfügung gestellt haben. Gleichzeitig möchte ich auch darauf hinweisen, dass alle verfügbaren Dokumente und Erinnerungen Inhalt der zu Schwerz und Dammendorf erstellten DVD sind und dort bei Interesse nachgelesen werden können (siehe Quellenangaben).

Steffen Marx
20.09.2008

21. Jahrhundert ab 2010

Am 31.1.2009 endete, entsprechend des Gebietsveränderungsvertrages zwischen der Gemeinde Schwerz-Dammendorf und der Stadt Landsberg die politische Eigenständigkeit der Gemeinde Schwerz-Dammendorf. Gemäß den Vorgaben der Gebietsänderungsreform des Landes Sachsen Anhalt wird damit am 1.1.2010 der freiwillige Zusammenschluss der beiden Kommunen vollzogen. Damit wurde der sonst drohenden Zwangseingemeindung zuvorgekommen. Zusammenfassend muss allerdings bemerkt werden, dass die eigentlich erhofften Gestaltungsmöglichkeiten des Vertrages von Seiten der Kommunalaufsicht des Saalekreises sehr enge Grenzen gesetzt worden sind.

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Jahre 2000-2009

Nach dem Zerfall des Schiffs der Kirche in Dammendorf werden Turm und Uhr im Jahr 1999/2000 restauriert. Am 11.4.2000 wird die Turmkugel wieder aufgesetzt. Die dort gefundenen Dokumente sind gut erhalten und werden kopiert und zusammen mit DM Münzen wieder dort eingelagert. Die Kosten der Turmsanierung beträgt 112.000 DM [39]. Im Jahr 2005 wird dann noch der Aufzug der Uhr elektrifiziert.

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Bis Ende 20. Jahrhundert

Wappen der Gemeinde Schwerz / DammendorfAm 26.Juli 1950 erfolgt bei einer Gemeindereform im Saalkreis die Vereinigung der Gemeinden Dammendorf und Schwerz zu einer Gemeinde. Das dann 1997 neu geschaffene Gemeindewappen verbindet den Ginkobaum aus dem Dammendorfer Park mit dem Schwerzer Berg [11].
Erster Bürgermeister der vereinigten Gemeinden ist Erich Behrent [7].

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Bis Mitte 20. Jahrhundert

Schwerz 1901 von 97 Kindern im Dorf erkranken 75 an Scharlach, Diphtherie und. Masern, davon sterben 23, 1906 sterben 16 (meist unter 6 Jahren) [7]. Damals kam es häufig zu Ausbrüchen von ansteckenden Krankheiten. Die Schulchronik berichtet auch über Schulschließungen wegen Krankheiten in dieser Zeit [9a].

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19. Jahrhundert

  1. Ab 1802 gehört das Gut Dammendorf dem Herrn von Kamann [3]. Er flieht wegen seiner Unterstützung der Preußen im Jahr 1806 oder 1807 [8b] vor den Franzosen nach Amerika [3].

1806 erhält die Schule in Dammendorf als Ergänzung eine Scheune mit Ziegenstall [38].

1806-1813 französische Besatzungszeit, in dieser Zeit gehört Schwerz zum Kanton Oppin und zum Königreich Westfalen unter dem Bruder von Napoleon Bonaparte.

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