Wappen

Schwerz im Saalekreis

Jahre 2000-2009

Nach dem Zerfall des Schiffs der Kirche in Dammendorf werden Turm und Uhr im Jahr 1999/2000 restauriert. Am 11.4.2000 wird die Turmkugel wieder aufgesetzt. Die dort gefundenen Dokumente sind gut erhalten und werden kopiert und zusammen mit DM Münzen wieder dort eingelagert. Die Kosten der Turmsanierung beträgt 112.000 DM [39]. Im Jahr 2005 wird dann noch der Aufzug der Uhr elektrifiziert.

Die Blumenstraße in Dammendorf wird ebenfalls in dieser Zeit mit Auflagen des Amtes für Denkmalschutz neu gestaltet. Die Kosten belaufen sich auf ca. 450.000 DM.
2000 erfolgt der Neubau der Schulstraße in Schwerz mit dem neuen Friedrich Hoffmann Denkmal. Die neue Tafel, als Ersatz der früheren, nicht mehr aufzufindenden Gedenktafel kostete 4.000 DM [39].

Dammendorfer Kirche nach der SanierungDas Hoffmanndenkmal in der Schulstraße  (Fotos 2005)

Der Jugendklub in Dammendorf bezieht 2000 neue Räume im Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr in Dammendorf. Die vorher dafür genutzte Baracke im Park Dammendorf wird danach abgerissen.

Ein Volksentscheid zum Zusammenschluss der Gemeinde Schwerz/Dammendorf mit der Stadt Landsberg und weiteren Gemeinden zu einer Einheitsgemeinde wird im Jahre 2000 durchgeführt. Die Entscheidung der Bürger ist für den Zusammenschluss. Da Spickendorf jedoch keinen ähnlichen Beschluss fasst, kann er nicht sofort umgesetzt werden. Nach dem Regierungswechsel 2002 im Land Sachsen Anhalt wird die Kommunalreform erst einmal nicht weiter geführt. Der Volksentscheid wird im Jahr 2003 durch den Gemeinderat nach Differenzen mit dem Stadtrat von Landsberg wieder aufgehoben, die Gemeinde bleibt eigenständig.

Ebenfalls im Jahr 2000 lehnt der Gemeinderat von Schwerz-Dammendorf das Projekt ab, das den Neubau eines großen Freizeitparks im Gebiet zwischen der B 100 und Schwerz vorsieht (siehe 1999). Nachdem die Pläne schon einige Zeit für Gesprächstoff und Vorplanungen sorgen (ein Raumordnungsverfahren läuft bereits), wird das Projekt später (2001) ohne Ergebnisse eingestellt.

Im Jahre 2001 findet eine turnusmäßige Neuwahl des Bürgermeisters statt. Nachdem sich Herr Zutz nicht mehr zur Wahl stellt (er darf nicht mehr, da er gleichzeitig Leiter des Ordnungsamtes in der zuständigen Verwaltungsgemeinschaft ist) wird Frau Beate Bunge am 9.7.2001 die neue Bürgermeisterin von Schwerz/Dammendorf. Die Amtszeit beträgt in dieser Legislaturperiode 7 Jahre.

Offizielles Wahlergebnis

Landeswahlleiter - Statistisches Landesamt
Bürgermeisterwahlen in den Gemeinden
Gemeinde Schwerz - Saalkreis
Endgültiges Ergebnis
Gegenstand der NachweisungWahl am 10.06.2001
Zahl%
Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
Wahlberechtigte 478 .
Wähler/Wahlbeteiligung 288 60,3
Ungültige Stimmen 82 28,5
Gültige Stimmen 206 71,5
davon entfielen auf:
1. Bunge, Beate (SPD) 206 100

2001 erhält die Freiwillige Feuerwehr ein neues Einsatzfahrzeug.

Januar 2003 Einführung des Euros als Barzahlungsmittel.

Anfang 2003 wird in Schwerz eine Straßenausbausatzung beschlossen. Damit wird ein Gesetz von 1991 des Landes Sachsen Anhalt umgesetzt. Es wird ebenfalls beschlossen, dass für die bis dahin gebauten Straßen keine Beiträge erhoben werden. Dieser Beschluss wird im Jahre 2007 von der Kommunalaufsicht beanstandet.

Die Windräder hinter dem Ortsteil KneipeSeit dem Mai 2003 stehen auf dem Gebiet des Dorfes, östlich der Zörbiger Straße, zwei größere Windkraftanlagen mit jeweils 1,8 Megawatt Nennleistung (Typ E66) zur Gewinnung von umweltfreundlicher Elektroenergie. Die Anlagen haben eine Nabenhöhe von 65 m und ein Rotordurchmesser von 70 m. Der Betreiber der Anlagen ist die Firma Umweltplan mit Sitz in Bernau.

2003 wird das Dach der Kindertagesstätte neu gedeckt.

Die Gebühren für die Betreuung in der Kindertagesstätte betragen 2004 für einen Vollplatz = 8 Stunden (bzw. Teilzeitplatz = 4 Stunden) für das 1. Kind 100 (66) €, das zweite Kind 56 (46) €, jedes weitere 46 (36) €.

Mit Rüdiger Häder stirbt 2004 in Schwerz der vorerst letzte Gastwirt. Damit endet in Schwerz erst einmal die Tradition der Dorfgastwirtschaften. Das Gebäude des Gasthofes wird jetzt als Wohnhaus genutzt.

neuer Weg zum ehemaligen Rüsternteich2004 wird das Gelände der ehemaligen Rüsternteiche mit Fördermitteln des Umweltamtes vom angesammelten Müll beräumt und mit einheimischen Gewächsen (Bäumen, Sträuchern) neu bepflanzt. Es wird auch ein kleiner Weg angelegt.

Im Jahre 2004 wird von der Landesregierung Sachsen Anhalt noch einmal eine Kommunalreform vorangetrieben. Schwerz soll zuerst Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Saalkreis Ost werden. Nachdem diese nach Ausscheren der Gemeinde Reußen nicht mehr auf die vorgeschriebene Mindestzahl von 10.000 Einwohner gelangt, läuft der schon gefasste Beschluss ins Leere. Mehrere Gemeinden, unter anderem die Nachbargemeinde Spickendorf, schließen sich daraufhin jetzt der Gemeinde Landsberg zu einer Einheitsgemeinde an. Die Gemeinde Schwerz ist zu diesem Schritt nach Differenzen mit Landsberg (im Jahre 2003) aber nicht bereit.

 

Ergebnisse der Gemeindratswahlen am 13.6.2004
Gemeinde Schwerz - Saalkreis
Gegenstand der NachweisungWahl am 13.06.2004
AnzahlProzentSitze
Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
Wahlberechtigte 489 . .
Wähler/Wahlbeteiligung 277 56,6 .
Ungültige Stimmzettel 16 5,8 .
Gültige Stimmzettel 261 94,2 .
Gültige Stimmen/Sitze 781 . 10
davon für:
SPD 76 9,7 1
Wählergruppen 337 43,1 4
Einzelbewerber 368 47,1 5

Am 1.7.2004 beginnt auch für Schwerz endgültig das Internetzeitalter. Die Gemeinde erhält eine eigene Homepage „Schwerz-Saalkreis.de”. Gestalter der Seite ist Falk Prüfer aus der Friedrich Hoffmann Straße. Er ist erst im Jahr 2000 in das Dorf gezogen und beschäftigt sich auch beruflich mit dem Gestalten von Internetauftritten. Auf der Seite wird das Dorf mit Informationen und Bildern vorgestellt. Die Seite erfährt schnell auch einen regen Zuspruch durch die Nutzer des Mediums Internet.
Falk Prüfer hatte schon vorher, am 30.1.2004 mit der Internetseite der „Elterninitiative Spielplatz Schwerz” den Beginn des Internetzeitalters in Schwerz eingeläutet. Diese Seite wird nun Bestandteil der Schwerzer Vereinsseiten.

Im September 2004 findet das erste Sport-, Kinder- und Dorffest der Gemeinde Schwerz statt. Veranstalter sind die Vereine des Ortes, der Tischtennisverein, die Feuerwehr und die Elterninitiative „Spielplatz Schwerz”.

Am 4.10.2004 wird die Gemeinde Mitglied im Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (AHA). Der Verband soll der Gemeinde helfen bei der Planung und Entwicklung des Dammendorfer Parks. Vertreter des Verbandes besichtigen den Park. Es wird, vom Verband vermittelt, eine Diplomarbeit von Studenten der Fachhochschule Bernburg über den Park angefertigt. Diese wird im Jahre 2006 verteidigt. Für die Fragen der Gemeinde ist sie aber nicht sehr ergiebig, da sie zum Teil etwas allgemein gehalten ist.
Im Zusammenhang mit der Gemeindereform tritt die Gemeinde im Jahre 2009 wieder aus dem Arbeitskreis aus, da sonst Landsberg die Mitgliedschaft hätte übernehmen müssen und der Gemeinderat der Ansicht war, diese Entscheidung über eine Mitgliedschaft dem Stadtrat Landsberg selbst zu überlassen.

Die Gemeinde Schwerz/Dammendorf ist seit dem 1.1.2005 als selbständige Gemeinde Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft (VwG) östlicher Saalkreis mit Sitz in Landsberg. Landsberg ist Trägergemeinde. Die Einheitsgemeinde Landsberg und Schwerz, werden per Verfügung des Landes am 1.1.2006 mit den Mitgliedern der ehemaligen VwG Saalkreis Ost zu einer VwG zusammengelegt. Nach vergeblichen Verwaltungsklagen unter anderem von der Gemeinde Hohenthurm erhält die VwG im Mai 2006 endgültig Bestandskraft und Rechtsicherheit.

Mitteilung des Gesundheits- und Sozialministeriums Magdeburg vom 14. Juli 2005.

Gesunde Büchse für schlaue Füchse

Minister Kley bei der drittplatzierten KiTa „Zwergenland” in Schwerz:
Gesund essen und gesund bleiben - von Anfang an! / Ausgewogene Mischung in jeder zweiten Brotbüchse

Magdeburg/Schwerz. „Gesund essen und gesund bleiben - von Anfang an! Mit diesem Aufruf hat Sachsen-Anhalts Gesundheits- und Sozialminister Gerry Kley am Donnerstag der drittplatzierten KiTa des Wettbewerbs „Gesunde Büchse für schlaue Füchse” in Schwerz (Saalkreis) einen Scheck über 250 Euro überbracht.
Kley rief die Kleinen und Großen der Kindertagesstätte auf, auch nach dem Wettbewerb gesund zu essen: „Die Fortsetzung des Wettbewerbs hat sich gelohnt! Wieder wurden Kinder, Eltern und Erzieher motiviert, täglich eine ausgewogene Brotbüchse zusammenzustellen. Alle, die dabei waren, hatten viel Spaß und haben festgestellt, dass gesund auch schmeckt. Jetzt heißt es, dranbleiben und weiter machen, denn unsere Kinder sollen so gesund wie nur möglich aufwachsen.”
Im Juli 2005 wird das Jubiläum zu der 800 Jahre zurückliegenden Ersterwähnung von Schwerz gebührend begangen. Die Feuerwehr schließt sich mit ihrem 80-jährigen Bestehen an. Es findet eine 3-tägige Feier mit vielen Höhepunkten statt.

2005 wird ein Teil der Ernst Thälmann Straße am Ortseingang in Dammendorf neu asphaltiert. Es wird der Beschluss zum weiteren Ausbau des Windparkes Schwerz gefasst. Der Aufzug der Kirchturmuhr in Dammendorf wird mit Mitteln des Dorfes und der Kirche elektrifiziert.
Der Dorfteich in Schwerz erhält eine Teilweise Erneuerung der Bepflanzung. Die Finanzierung erfolgt durch Fördermittel.

Die Freunde des Amateurfunkervereins finden im August 2005 in einem der oberen Räume der Kindertagesstätte ein Domizil zur Ausübung ihres Hobbys. Vorläufig noch als Zweigstelle.

Grundriss der Kindertagesstätte  20052005 werden in der Kindertagesstätte die sanitären Einrichtungen und der Flur neu gestaltet.

Im Winter 2005/2006 werden um Schwerz als Ausgleichsmaßnahmen für den Bau der Bahnstromleitung an mehreren Wegen neue Bäume, bevorzugt Obstbäume, gepflanzt. Dazu zählt unter anderem der Feldweg von Schwerz nach Spickendorf und der zur Zörbiger Straße. Eine weitere Ausgleichsmaßnahme ist die von der Firma Nagel aus Dammendorf durchgeführte Bepflanzung der ehemaligen Sandgrube von Schwerz (auf der Kuppe nördlich der Straße in Richtung der Zörbiger Landstraße) die über viele Jahre (bis 1990) als Müllkippe genutzt wurde.

Im Januar 2006 wird die alte Stuckdecke im Festsaal des ehemaligen Gutshauses der jetzigen Kindertagesstätte wieder freigelegt. Sie war im April 1952 vom damaligen Bürgermeister Behrent und dem Gemeindearbeiter Gohla unter einer abgehangenen Decke verborgen worden.
Der Zustand der Decke ist gemessen an Ihrem Alter gut.
Das Bemühen um die Gewinnung von Fördermitteln zur Sanierung der Decke im Rahmen einer „Interessengemeinschaft Rittergut Schwerz” (im Wesentlichen die Bürgermeisterin und Frau Prüfer und Frau Marx aus der Friedrich Hoffmann Straße) im Jahr 2006 unter anderem mit Briefen zum Sponsoring und der Gestaltung des Tages des offenen Denkmales im September bleiben jedoch vergeblich.

Detailansicht der Decke - Randmotiv Detailansicht der Decke - Mittelrosette

Am 6.5.2006 gründete sich in Schwerz offiziell ein neuer Ortsverein des Amateurfunkervereins Deutscher Amateur Radio Club e.V. Der neue Ortsverband östlicher Saalkreis trägt die Clubbezeichnung W 38, oder im Funkeralphabet „Whiskey 38”. Die Gründung mit derzeitig 17 Mitgliedern fand in dem dafür hergerichteten Raum des Obergeschosses des ehemaligen Gutshauses statt.

„Bauruine” in DammendorfWegen des baufälligen Gebäudes in Dammendorf, der Blumenstraße 2 kommt es zu mehreren Gerichtsterminen. Das Gebäude wurde etwa 1996 von einer Erwerberin von der Gemeinde abgekauft. Danach beginnt die Sanierung des Gebäudes, sie muss aber wegen fehlenden Genehmigungen (Denkmalschutz)bald wieder unterbrochen werden. Da die Erwerberin den Kaufpreis auch nicht zahlt, soll der Kaufvertrag 2006 wieder rückgängig gemacht werden. Das scheitert aber vorerst wegen dem mehrfachen Nichterscheinen der Beklagten zu den anberaumten Gerichtsterminen.

Der Gemeinderat beschließt im Juni 2006 die Tischtennishalle zu sanieren. Federführend ist der Tischtennisverein unter Führung von Herrn Konrad Richter und Herrn Dietmar Krüger. Es sollen umfangreiche Umbaumaßnahmen, unter anderem die Anhebung der Decke und die Entfernung der Mittelstützen durchgeführt werden. Die Maßnahme wird vom Landessportbund gefördert und aus Eigenmitteln des Vereines und der Gemeinde finanziert. Die Baumaßnahme beginnt im September. Die Gemeinde trägt 50.000 €. Bedingung für die Förderung durch den Sportbund (30.000 €) ist ein Mietvertrag über 30 Jahre. Baubeginn ist dann im September.

Vom 7.7.2006- 9.7.2006 findet ein Dorffest statt. Veranstalter ist der Tischtennisverein. Der Erlös kommt der Sanierung der Tischtennishalle zugute.

Der Flächennutzungsplan der Gemeinde wird 2006 geändert, um die Möglichkeit zu schaffen noch weitere 5 Windräder im Gebiet der Gemeinde durch die Firma Umweltplan zu errichten. Nachdem die Regionale Planungsgemeinschaft auf der Basis ihres nicht beschlossenen Regionalentwicklungsplanes ihre Zustimmung verweigert hatte, kam es nach einer gerichtlichen Klärung zu einem Vergleich. Dieser ermöglicht für das Jahr 2007 die Errichtung zweier weiterer Anlagen östlich der Gemeinde Schwerz.

Am 18. Dezember 2006 erteilt der Gemeinderat der Saria Refood GmbH die Zustimmung zur Errichtung einer Biogasanlage am Standort der Firma in Schwerz. Im November konnten einige Mitglieder des Gemeinderates eine baugleiche Anlage in Genthin anlässlich der dortigen offiziellen Einweihung besichtigen.

Das Gebäude im Jahre 2005Das Gemeindegrundstück in Dammendorf Ernst Thälmann Straße 4 (der ehemalige Gasthof zum Reichskanzler) wird Ende 2006 auf einer Grundstücksauktion für einen geringen Betrag (etwa 1000 €) an eine Immobilienfirma verkauft.
Es handelt sich um den ehemaligen Gasthof „Zum Reichskanzler” im Ortsteil Dammendorf (ehemals Gödewitz)

In Dammendorf kommt es zu größeren Differenzen zwischen Herrn Knoop und der Gemeinde. Herr Knoop (Eigentümer des benachbarten Gutes) wirft der Gemeinde vor, den Park ständig zu vernachlässigen und bietet an, den Park ohne Zahlung eines Kaufpreises zu übernehmen. Die Gemeinde lehnt ab. Seit 2006 betreibt Herr Knoop in Dammendorf auch eine Dammwildzucht in einem Gehege neben dem Park.

Der Höhepunkt des Jahres 2006 in der Gemeinde fand sicher am 21.12.2006 statt. Es war die Feier zum 40. Geburtstag des Tischtennisvereines SG Aufbau Schwerz, der am 21.12.1966 von Martin Zeucke als erstem und langjährigem Vorsitzenden mitgegründet worden ist. Das Geburtstagsgeschenk machte der Verein sich selbst. Der alte Schafstall des Rittergutes Schwerz, der seit 30 Jahren vom Verein als Spielstätte genutzt wird, erhielt ein neues Gesicht. Die Zwischendecke ist angehoben worden, die Mittelstützen entfernt. Die Wände wurden abgerissen, neu aufgemauert und mit Platten verkleidet. Es entstand ein neuer Anbau als Vorraum. Der Fußboden ist noch nicht ganz fertig, nach dem Ausgleichen der Unebenheiten ist der Asphaltbelag eingebracht, es fehlt nur der noch nicht lieferfähige Holzboden.
Nachdem es einige Zeit fast den Anschein hatte, dass der geplante Termin der Fertigstellung nicht gehalten werden konnte, wurde der Bau bis auf kleinere Nacharbeiten fristgerecht zum Jubiläum fertig.
Maßgeblichen Anteil an der Umgestaltung der Halle hatte Konrad Richter, der Vorsitzende des Vereines. Als Cheforganisator beschaffte er die finanziellen Mittel (bis zur Einweihung ca. 115.000 € - davon 50.000 € von der Gemeinde, 30.000 € des Sportbundes, der Rest von vielen Sponsoren). Er war auch die treibende Kraft des Umbaues bei dem vor allem die Mitglieder des Vereines viele hunderte Stunden als Eigenleistung, in der letzten Zeit teilweise bis abends 23 Uhr, aufbrachten. Am Umbau waren aber auch Firmen aus Schwerz und Umgebung beteiligt, die ihre Arbeitsleistung und Technik kostenfrei zur Verfügung stellten.
Ehrengäste der Eröffnung waren der erste Vereinsvorsitzende Martin Zeucke, der in diesem Jahr 75 Jahre alt geworden ist, alle am Bau beteiligten Personen, der Landrat des Saalkreises Knut Biochel, die Bürgermeister von Landsberg und Niemberg, Vertreter des Sportbundes und vor allem Gustav Adolf („Täve”) Schur als Beauftragter des Landessportbundes, der als Sportler zu den besten und bekanntesten Radrennfahrern der Welt gehört hat.

Zustand der Halle Anfang Januar 2007Gustav Adolf „Täve” Schur, Konrad Richter, Martin Zeucke und andere zur Einweihung der Halle


















Probleme macht der Gemeinde Schwerz Anfang 2007 das Gebäude in der August Bebel Straße 17a in Schwerz. Das Gebäude wurde in den 70-iger Jahren von der LPG durch den Umbau einer Scheune errichtet. Das Grundstück steht jedoch zum größten Teil im Privatbesitz einer Familie. Da es ab 2007 zu einer Änderung der Rechtslage gekommen ist, will die Gemeinde das Grundstück 2006 erwerben, da die Gemeinde das Gebäude seit etwa 1980 bewirtschaftet und die Mieten erhält. Die Eigentümerfamilie möchte das Grundstück jedoch nicht verkaufen. Es wird im Februar ein Anwaltsbüro zur Klärung des Problems beauftragt.

Nachdem der Fußboden fertig gestellt werden konnte gründete sich der neuen Tischtennishalle am 6.3.2007 eine Frauengymnastiksportgruppe. In der ersten Trainingseinheit für die reiferen Frauen waren 20 Frauen dabei, in der zweiten für die jüngeren 12 Frauen. Dabei waren alle Altersgruppen vertreten. Sogar bis in das 85. Lebensjahr hinein. Für die Gymnastikgruppe(n) konnte von Kerstin Mennicke eine ausgebildete und engagierte Trainerin gewonnen werden. Die Trainerin Frau Birgit Seidel aus Brachstedt hat seit vielen Jahren den Trainerschein und ist nun dabei, die Truppe in Schwung zu bringen. Sie hat diese Arbeit ehrenamtlich übernommen.

1.7.2007 Kreisreform. Der Landkreis Saalkreis und der Landkreis Merseburg Querfurt schließen sich zusammen. Der neue Kreis heißt „Saalekreis”. Kreissitz wird die Stadt Merseburg.

Im Laufe des Jahres 2007 werden die ersten Bescheide für die Straßenausbaubeiträge verschickt. Betroffen sind alle Anlieger deren Straßen in den 90-iger Jahren ausgebaut worden sind. Nachdem die Gemeinde versucht hatte, das zu vermeiden, mussten die Gebühren auf Druck der Kommunalaufsicht erhoben werden.

Baubeginn für die Windräder 3 und 4 auf dem Gemeindegebiet von Schwerz ist am 17.7.2007 mit dem Gießen der Fundamente. Bauherr der Anlagen ist die Firma Umweltplan aus Bernau. Zur selben Zeit wird ein Genehmigungsersuchen für die Windräder 5 und 6 gestellt. Der Widerspruch durch die Regionale Planungsgesellschaft gegen die Windräder 5 und 6 wird wiederum gerichtlich abgewiesen, da es keinen beschlossenen Regionalentwicklungsplan gibt. Das Aufstellen der Anlagen kann aber erst 2008 erfolgen, da sich herausstellt, dass die Lieferfirma Enercon die enorme Nachfrage an Windrädern nicht decken kann.

Im Oktober 2007 werden an der Tischtennishalle die Wärmedämmung und der Putz an der Fassade angebracht. Das Dach der Halle wird repariert. Die Firma Umweltplan übernimmt die Kosten der Dachsanierung und erhält im Gegenzug das Recht, auf dem Dach eine Solaranlage zu installieren und für die nächsten 30 Jahre zu betreiben. Diese wird während der Reparatur mit aufgebaut und geht am 24.10.2007 in Betrieb. Die Nennleistung der Anlage beträgt 11,04 kWp.

Im Dezember 2007 erhält der Kindergarten eine neue Kinderküche (Wert ca. 2500 €, bezahlt aus Fördermitteln des Landes) und eine neue Einbauküche (ebenfalls ca. 2500 €). Der Umbau der Installationen und die „Erwachsenenküche” (ca. 7000 €) werden von der Gemeinde finanziert.

Die baufälligen und einsturzgefährdeten Gebäude in der Blumenstraße 1 und 2 in Dammendorf werden Ende 2007 auf Kosten der Gemeinde abgerissen. Das Gelände wird als Grünfläche neu gestaltet. Im März 2008 ergeht auch endlich ein Versäumnisurteil zur Blumenstraße 2. Die als Erwerberin Mitte der 90-iger Jahre eingetragene Bürgerin wird aus dem Grundbuch gestrichen. Grund ist der nicht entrichtete Kaufpreis. Nach Erfüllung von formalen Pflichten seitens des Gerichtes fällt das Grundstück wieder der Gemeinde zu.

Ansicht des Geländes ehemals Blumenstraße 1+ 2,  Anfang 2008

Die geplante Biogasanlage der Firma Saria wird im Jahre 2008 nicht gebaut. Gründe dafür teilte die Firma nicht mit. Der Bauantrag wurde jedoch von der Firma noch verlängert.

Die Sanierung der Tischtennishalle wird am 12. Februar 2008 von der Lottogesellschaft der Landes Sachsen-Anhalt mit 17 000 € unterstützt. Damit kann ein großer Teil der noch fehlenden, vom Verein zum Teil auf Kredit finanzierten Bausumme gedeckt werden. Der Scheck wird vom DFB Vizepräsident Dr. Hans-Georg Moldenhauer und Conrad Mader von der Lottogesellschaft überreicht.
Der Erfolg der Sanierung zeigt sich auch in gestiegenen Mitgliederzahlen des Vereins. Im März gründet sich die Frauengymnastikgruppe mit derzeitig immerhin 44 Mitgliedern neu.
Die neu sanierte Spielstätte wird jetzt endgültig und offiziell unter dem früheren Spitznamen „Schaaafstall” genannt.

Die Homepage des Ortes wird im Februar 2008 umbenannt. Sie heißt jetzt „Schwerz-Saalekreis.de”. Notwendig wurde das durch die Kreisreform bei der sich am 1.7.2007 der Landkreis Saalkreis und der Landkreis Merseburg Querfurt zusammengeschlossen hatten. Dabei erhielt der neue Kreis den Namen „Saalekreis”.

Am 30.3.2008 findet in Schwerz eine planmäßige Neuwahl des Bürgermeisters statt. Zur Wahl stellen sich die bisherige Amtsinhaberin Frau Beate Bunge und der Sohn des ehemaligen Bürgermeisters Zutz, der Student Sebastian Zutz.
Es gaben 275 Bürger ihre Stimme ab, davon 8 ungültig. Die Anzahl der Wahlberechtigten im Ort insgesamt waren 488. Damit lag die Wahlbeteiligung bei 56,3%.
Das Ergebnis lautet: Beate Bunge 228 Stimmen das entspricht 82,9% Sebastian Zutz 14.1%.

Clownsvorführung in der KindertagestätteZum Kindertag am 1.6.2008 begeht die Kindertagesstätte Schwerz-Dammendorf ihren siebzigsten Geburtstag mit einem Fest im Garten des alten Gutshauses.

Im Juli 2008 soll die Kindertagesstätte eine neuen Sportraum erhalten, Das ist notwendig, weil die Tagestätte sonst ihre Betriebsgenehmigung wegen fehlender Fluchtwege verliert, Der Raum soll aus der oberen Etage in den Keller verlegt werden, Dort sind zwei Fluchtwege vorhanden. Der Umbau soll etwa 15000 € kosten. Davon kommen 5000 € von der Firma Rethmann, dem Betreiber der Tierkörpersammelstelle und 1700 € (100 € pro Kind) von den Betreibern der Windkraftanlagen. Weiter 500 € kommen aus Spenden der Eltern die während des Festes zum Geburtstag der Kindertagestätte eingenommen wurden.

Am 3.7.2008 wurde das erste von zwei neuen Windkraftanlagen errichtet und am 15.7. in Betrieb genommen. Es handelt sich um den gleichen Typ wie die schon bestehenden Anlagen mit 1,8 MW Nennleistung. Allerdings nun mit einer größeren Nabenhöhe von 70 m (Anlagenname E70).

Aufstellen der Windräder am 3.7.2008 Aufstellen der Windräder am 3.7.2008

Im Rahmen der Vorbereitung weiterer Windanlagen ergab eine Untersuchung der Greifvogelbestandes im Umkreis von 3 km in den Jahren 2003 -2008 um die Anlagen folgende Ergebnisse [50]:
Mäusebussard 1-8 Brutpaare
Roter Milan je 4 Brutpaare
Schwarzer Milan 2-5 Brutpaare
Wespenbussard 0-1 Brutpaare
Baumfalke 0-1 Brutpaare
Turmfalke 2-14 Brutpaare
Schleiereule 0-1 Brutpaare
Waldkauz 0-1 Brutpaare
Waldohreule 0-5 Brutpaare

Im Rahmen der Untersuchung wurden auch Fledermäuse in der Nähe der schon bestehenden Anlagen gesucht, der Nachweis gelang jedoch nicht.

Am Wochenende vom 11-13.7.2008 fand das diesjährige Sport- und Dorffest des Tischtennisvereines statt. Unter Führung von Konrad Richter und Dietmar Krüger gelang es wieder viele Attraktionen nach Schwerz zu holen. Unter anderem eine Vorführung der Polizeihundestaffel und eine 45 m Hebebühne um sich Schwerz von oben anschauen zu können.

Die Gespräche über die ungeklärten Eigentumsansprüche am Gebäude in der August Bebel Straße 17a verlaufen nach über einem Jahr ergebnislos. Auch eine notarielle Schlichtung bleibt erfolglos. Damit steht im August 2008 auch bei diesem Gebäude wie in der Blumenstraße 1 und 2 in Dammendorf der Bedarf nach einer gerichtlichen Klärung an. Termine gibt es aber noch nicht.

Die Parkmauer im Jahre 2008Auf dem Dammendorfer Friedhof beginnen im August 2008 die Planungen zur Einrichtung einer Urnengemeinschaftsanlage, auch „Grüne Wiese” genannt. Begonnen wird zur selben Zeit mit den Maßnahmen zum Erhalt der Parkmauer in Dammendorf. Dabei werden einige Schichten Ziegel abgetragen die zur Ausbesserung an anderen Stellen verwendet werden. Weiter wird die Mauerkrone neu aufgegossen und die Fundamente an einigen Stellen gesichert.

Die Kleingartenanlage von Schwerz soll aufgegeben werden. Im September 2008 kommt der Kleingartenverband auf die Gemeinde zu. Er hat die Absicht, die Gartenanlage zu schließen und den Pachtvertrag mit der Gemeinde zu lösen. Grund dafür ist die geringe Auslastung der Anlage. Von den vorhandenen 18 Parzellen sind noch 6 verpachtet, einer davon noch aus Schwerz. Allerdings bewirtschafteten nur noch 3 Pächter ihre Flächen und bezahlen ihre Pacht an den Verband. In der Schwerzer Anlage gibt es zudem keinen Elektroanschluss und keinen Anschluss an die Wasser- und Abwassersysteme. Die Wasserversorgung erfolgt über Handpumpen aus dem Grundwasser.
Nun müssen die Modalitäten geklärt werden, um das Gelände wieder zu beräumen. Danach will die Gemeinde die Fläche wieder übernehmen. Erste Überlegungen gehen in die Richtung der Gestaltung einer Streuobstwiese.
Im November 2008 werden an der Verbindungsstraße Schwerz- Dammendorf und am Spielplatz in Dammendorf neue Bäume, zum größten Teil Linden, gepflanzt. Es handelt sich um die Ausgleichsmaßnahmen in Verbindung mit dem Neubau der beiden neuen Windräder vom Juli des Jahres.
Am 21. November wurde in Dammendorf die Sirenenanlage ersetzt. Die alte Anlage befand sich auf dem Gelände des alten Rittergutes auf dem Grundstück von Herrn Knoop. Die Anlage wurde auf einen Mast neben dem Feuerwehrgebäude neu errichtet. Dabei wurde auch die Sirenentechnik erneuert.
Im Gemeinderat wird im Dezember festgelegt den Jugendclub vorerst zu schließen und aufzulösen. Da nicht mehr sicher feststellbar ist, wer eigentlich im Vorstand des Clubs amtiert, wird an das zuständige Amtsgericht Stendal eine Anfrage über die aktuelle Situation gestellt. Der alte Vorstand hatte sich mündlich für nicht mehr zuständig erklärt. Auch der Zugang zu den Räumen wird durch einen Schlossaustausch verwehrt, da der Zustand des Raumes keinen sicheren Betrieb mehr gewährleistet.
Aus einem Artikel im Landsberger Echo zu einer Spendensammlung vor Weihnachten 2008. Diese wurde von Frau Stock aus Schwerz durchgeführt:

Liebe Spenderinnen und Spender der Gemeinde Schwerz, liebe Frau Stock,
mit großer Freude erhielten wir Ihre überwältigende und herzliche Lebensmittelspende für den Kinderfreitisch des Krokoseums der Franckeschen Stiftungen zu Halle.
Es berührt uns immer wieder, wenn Menschen wie Sie bereit sind, ein ganz praktisches„ Licht" in der Adventszeit anzuzünden und damit den Kindern zu zeigen, dass es herzliche Menschen gibt, die an sie denken. Mit Ihrer Spende haben Sie das getan. Unsere Kinder und das Team des Krokoseums wissen das sehr zu schätzen und wollen Ihnen allen auf diesem Wege von Herzen dafür danken. Vor allem wollen wir uns an dieser Stelle bei Frau Christel Stock bedanken, die, so erfuhren wir, schon viele Jahre unermüdlich gemeinsam mit ihnen, den Schwerzer „Engeln", Spenden für Bedürftige sammelt. Wir hatten mit Freude Ihre Spende gemeinsam mit den Kindern in den Adventstagen in unsere vielfältigen kulinarischen Vorhaben eingebunden. Die Kinder, die das Krokoseum besuchen, kommen aus zumeist sehr bedürftigen Verhältnissen, aus Großfamilien, aus Familien, in denen die Eltern aus vielen Gründen heraus kaum oder keine Kraft für die notwendige Unterstützung und Begleitung ihrer Kinder aufbringen können. Im Krokoseum wird u. a. aus diesem Grund täglich, auch am Sonn- und feiertags ein gesunder Mittagstisch angeboten, gemeinsam gekocht, gebacken, zubereitet. Dieses Angebot wird sehr rege von den Kindern angenommen. Mitmachen und Ausprobieren stehen hier im Vordergrund. Dafür steht den Kindern eine Kin-derküche vor Ort zur Verfügung. Zudem findet jeden Donnerstag der Kulturelle Kinderfreitisch des Krokoseums statt. Dieser wird zum größten Teil ehrenamtlich realisiert und mit viel Liebe begleitet. Die Zubereitung gesunder Speisen, das gemeinsame Mahl, die Vermittlung von Esskultur, Tischsitten oder Wissenswertem rund um dieses wichtige Thema stehen hierbei im Vordergrund. Hier sind Ihre herzlichen Spenden am rechten Platz, werden mit Dankbarkeit angenommen und tatkräftig eingebunden.
Vielen Dank Ihnen dafür. Wir wünschen Ihnen allen von Herzen weiterhin so viel segensvolle Schaffenskraft.
Ihre Susanna Koväcs, als Leiterin des Krokoseums
im Namen aller Kinder und des Teams des Krokoseums [54]

Hier nun der Stand der Verschuldung der Gemeinde Schwerz zum Zeitpunkt 1.1.2009 vor der Eingemeindung nach Landsberg im Laufe des Jahres 2009 wurden keine weiteren Verbindlichkeiten aufgenommen.

Die Gemeinde hat insgesamt zwei Kredite aufgenommen. Es handelt sich dabei um folgende Kredite:

1. Darlehen für ABM aus dem Jahr 1990 über 67.411,00 € mit einer Laufzeit von 30 Jahren. Dieses Darlehen ist zinslos und hatte zum 31.12.2008 einen Kontostand in Höhe von 31.007,00 €.
2. Darlehen für Kommunalinvestitionen aus dem Jahr 2002 über 20.700,00 € mit einer Laufzeit von 10 Jahren. Dieses Darlehen ist nicht zinslos und hatte einen Kontostand per 31.12.2008 in Höhe von 8.280,00 €.
Die Gesamtverschuldung der Gemeinde Schwerz belief sich damit per 31.12.2008 auf 39.287,00 €.
Mit Stichtag 31.12.2008 hatte die Gemeinde Schwerz 531 Einwohner.
Damit ergibt sich zum Stichtag 31.12.2008 eine Pro-Kopf Verschuldung in der Gemeinde Schwerz in Höhe von 73,99 €. Das ist im Verhältnis zu anderen Gemeinden ein sehr geringer Verschuldungsgrad.

Sonnenaufgang bei -29° CelsiusDer 4. Januar 2009 bringt in Schwerz, wie überall im Land, zuerst viel Schnee, danach eine Kältewelle. Der kälteste Tag seit langem, zumindest seit 1979, wird in Schwerz der 6. Januar. Die Nachtemperaturen vom 5.1. zum 6.1. liegen bei -28 oder -29 °C. Selbst am Tag steigt die Temperatur nur maximal auf -21°C. In den darauffolgenden 3 Wochen steigt die Temperatur nur langsam an. Es herrscht jedoch noch ständig Dauerfrost.
Zur Klärung der strittigen Eigentumsverhältnisse an dem Gebäude August Bebel Straße 17a wird im März 2009 durch ein beauftragtes Anwaltsbüro ein Klagefeststellungsverfahren eingeleitet. Dabei wird auf einen Kaufanspruch der Gemeinde geklagt. Die Gemeinde möchte das Grundstück erwerben. Die Gemeinde, mittlerweile durch aufgefundene Bauakten nachgewiesen, hatte 1974 die damalige Scheune zu einem Wohngebäude mit 4 Wohnungen ausgebaut. Wie zu dieser Zeit üblich, erfolgte dabei kein Kauf des dazugehörenden Grundstückes. Nun soll dieses Problem auf dem Rechtsweg gelöst werden.

Im April 2009 wird die Gemeinde von der Regionalen Planungsgemeinschaft informiert, dass auf der Gemarkung Dammendorf ein neues Windvorranggebiet ausgewiesen worden ist. Es handelt sich um das Gebiet nordwestlich von Dammendorf direkt an der Gemarkungsgrenze zu Eismannsdorf auf dessen Gebiet sich das Windvorranggebiet fortsetzt. Es hat sich auch schon ein Interessent zur Errichtung von 3 Anlagen gemeldet, jedoch ohne nähere Informationen zu erteilen. Im Gespräch mit Herrn Heinrich, des Bürgermeisters von Landsberg zur Gebietsreform lehnte dieser in der Gemeinderatssitzung im Mai die Errichtung der Anlagen ab.

Einen Einbruch in das Gebäude des Kindergartens muss im April bei der Polizei gemeldet werden. Entwendet wurde nur Kaffee, aber natürlich werden die neu hergerichteten Türen beim Aufhebeln beschädigt. Fertiggestellt wird nun auch der Sportraum der Kindertagestätte im Keller des Gebäudes. Die Kosten waren in der Endabrechnung höher als geplant. Besondere Schwierigkeiten machten das Errichten eines neuen Unterzuges mit Pfeiler beim Herausnehmen einer tragenden Wand.

Im April beschließt Gemeinderat offiziell die Aufnahme der Verhandlung von Schwerz mit Landsberg zur Bildung einer Einheitsgemeinde. Intern wird aber schon seit Dezember 2008 am Gebietsänderungsvertrag gearbeitet. Weiterhin werden von der Gemeinde 3 Kleinflächen am Dorfteich an die Anlieger verkauft, um die Grundstücksstruktur der realen Nutzung anzupassen.

Auf Anfrage der Bürgermeisterin lehnt die Firma Mitgas im April eine Erschließung der Gemeinde Schwerz-Dammendorf mit Erdgas aus Kostengründen ab.

Am 6. Juni 2009 findet in der Gemeinde Schwerz-Dammendorf die Kommunalwahl statt. Es ist die letzte Wahl in der eigenständigen Gemeinde. In der letzten Sitzung des noch alten Gemeinderates am 15.6.2009 wird dem Gebietsänderungsvertrag mit zwei Gegenstimmen zugestimmt. Der Vertrag unterlag noch bis zum Abstimmungstag noch Veränderungen. Die letzten Änderungen kamen noch durch Einsprüche und Vorschläge der Kommunalaufsicht zustande.

Die Bürgeranhörung zum freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinde Schwerz- Dammendorf mit der Stadt Landsberg hatte folgendes Ergebnis:
Es wurden in Schwerz 89 Ja Stimmen und 43 Nein Stimmen abgegeben, ungültig war 1 Stimme; wahlberechtigt waren 253 Wähler. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,6 %
Es wurden in Dammendorf 78 Ja Stimmen und 44 Nein Stimmen abgegeben, ungültig war 1 Stimme; wahlberechtigt waren 223 Wähler. Die Wahlbeteiligung lag bei 55,1 %
Insgesamt wurden 254 Stimmen abgegeben, davon 2 Stimmen ungültig.
Die Zustimmung zur gestellten Frage lag damit bei 65,7%.
Damit hat eine Mehrheit der Wähler in der Bürgeranhörung für den Zusammenschluss mit der Stadt Landsberg abgestimmt.
In der darauf folgenden Gemeinderatsitzung wurde nach teilweiser heftiger Diskussion dem Gebietsänderungsvertag zugestimmt. Noch in der Sitzung mussten noch einige Teile des Vertrages geändert werden, nachdem die Kommunalaufsicht noch dahingehende Forderungen gestellt hatte. Im Gebietsänderungsvertrag ist festgelegt, dass der Gemeinderat nach der Eingliederung nach Landsberg als Ortschaftsrat weiterbesteht.

Vom 7.8-9.8.2009 fand das diesjährige Dorffest in Dammendorf vor dem Gebäude der freiwilligen Feuerwehr statt. Veranstalter in diesem Jahr war allein der Feuerwehrverein in Dammendorf. Der Höhepunkt war am Samstag der „italienische Abend“, das Märchenspiel und der Auftritt der Frauen des Tischtennissportvereines als „Putzfrauen“.

Die Blumenstraße vor dem Fällen der Bäume im SeptemberIm September 2009 wurde bei einer Ortsbegehung der Blumenstraße beschlossen, die sich im hinteren Teil befindlichen zu großen Teil abgestorbenen Birken und einige, kranke und hohle Kastanienbäume zu fällen. Da die Kastanien stark unter derm Befall der Miniermotte leiden wurde nach Beratung durch Herrn Ihbe, Landschaftsplaner im Auftrag der Firma Umweltplan, von den anwesenden Anwohnern und Mitgliedern des Gemeinderates, die Neubepflanzung durch kleinkronige Linden beschlossen. Dieser Beschluss wurde jedoch im Oktober von der Denkmalschutzbehörde gekippt. Diese verlangt die Wiederbepflanzung durch Kastanien.

Am Kindergarten von Schwerz hat im Oktober 2009 die Sanierung der Fassade begonnen. Nachdem sehr überraschend im Juli ein Fördermittelbescheid über 50000 € angekommen war, hat die Gemeinde den andern Teil der Summe, der schon seit Jahren im Haushalt vorgesehen war übernommen. Insgesamt ist die Sanierung mit etwa 100 000 € veranschlagt. Dabei wurde durch Herrn Bierstedt, Vater eines Kindes in der Einrichtung, von seiner Firma das notwendige Baugerüst kostenfrei organisiert und in privater Eigenleistung aufgestellt. Das entspricht einem Wert von etwa 3000 € die dadurch gespart werden konnten.

Durch den Anteil der Gemeinde am Konjunkturpaket II zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise der Bundesregierung kann auch der Zaun der Kindertagesstätte noch erneuert werden. Eigentlich war das nicht vorgesehen, aber die Mittel aus dem Konjunkturpaket dürfen nur für Maßnahmen verwendet werden die den strengen Förderkriterien entsprechen. Alle anderen Ideen, unter anderem ein Hausanschluss für Strom im Dammendorfer Park konnten nicht umgesetzt werden.

Im Laufe des Jahres 2009 kam es zu Verzögerungen bei der Gestaltung der anonymen Urnenbestattungsanlage auf dem Dammendorfer Friedhofes. Die Firma Umweltplan, Betreiber der Windkraftanlagen von Schwerz, hat im Oktober angeboten, das Grabfeld auf eigene Kosten und unter Federführung ihres Landschaftsplaners Herrn Ihbe fertigzustellen. Bis auf die Bepflanzung wird die Gestaltung des Grabfeldes im November und Dezember 2009 abgeschlossen. Das Grabfeld im Dezember 2009Die Inschrift des Steines „Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis“ , ein Zitat von Goethe, musste zweimal in den Stein graviert werden. Die Arbeit des ersten Steinmetzes war nicht zufriedenstellend. Die Gestaltung des Steines und die Urnenstele wurden durch die Weil-Reisshauer Stiftung finanziert. Der Stein selbst ist vom Steinbruch Schwerz kostenfrei zur Verfügung gestellt und transportiert worden.

Der Tischtennisverein möchte noch in diesem Jahr eine Erweiterung ihrer sanitären Anlagen voranbringen. Nachdem sich, nach dem Aufstieg in die Landesliga und auch durch den Umbau der Halle die Mitgliederzahlen und die Nutzung der Anlage gestiegen ist, ist die nur eine vorhandene Toilette und Dusche den Anforderungen nicht mehr gewachsen. Der Gemeinderat hat die Finanzierung über ca. 25000 € genehmigt. Die Baumaßnahmen wurden im Dezember begonnen.

Im Falle der Eigentumsprobleme mit dem Grundstück August Bebel Straße 17a gibt es im Oktober 2009 ein Vergleichsangebot. Der Gemeinde wird das zugehörige Grundstück für 5000 € angeboten. Auf Empfehlung der für die Gemeinde verhandlungsführenden Rechtsanwälte stimmt der Gemeinderat dem Vergleich bei einer Kaufsumme von 4000 € zu (Die Gemeinde hatte vorher 3500 € für das Grundstück geboten). Für diese Summe lehnen jetzt aber die Eigentümer den Vergleich in fast letzter Minute der Fristsetzung ab. Nun wird es ein Gerichtsverfahren geben. Termin ist Februar 2010.

Im Dezember 2009 werden die letzen 3 Windräder des Windparks Schwerz errichtet. Damit erreicht der Windpark seine geplante Größe. Die Inbetriebnahme der Windräder erfolgt am 21.12.2009. Der Bautyp ist wieder die E 70.

In der Blumenstraße in Dammendorf werden im Dezember die kranken Bäume, zumeist Birken und Essigbäume, gefällt.

In Schwerz wird im Dezember 2009 bis auf kleine Restarbeiten die Reparatur des Gartenweges abgeschlossen.

In einer Stellungnahme zu einem geplanten Windpark nordwestlich von Dammendorf lehnt der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung die Errichtung dieses Windparkes ab. Dieser Windpark befindet sich zwar vor allem auf den Gemarkungen von Brachstedt und Niemberg, aber ein Teil fällt östlich der Bahnlinie auch auf die Gemarkung Dammendorf. Das bedeutet aber nicht, dass dieser Park nicht gebaut werden kann. Die letztendliche Entscheidung trifft das Landesverwaltungsamt und die Baubehörden. Eine konkrete Bauanfrage über 13 Anlagen lag zur Beschlussfassung schon vor und wurde ebenfalls abgelehnt.

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